Eierablage – Was brauchen Triops?

Triops beginnen ungefähr 2 Wochen nach dem Schlupf mit der Eierablage. Erkennbar ist dies an Tiefen Kratern im Bodengrund und einem orange bis bräunlich gefärbtem Eiersack am 11. Blattbeinpaar. Für viele Triopszüchter ist dies ein besonderer Zuchtabschnitt. Das ist auch vollkommen nachvollziehbar, denn erst mit der Eierablage ist die Nächste Generation und damit auch die nächste spannende Zucht gesichert. In diesem Beitrag möchte ich dir erklären, was Triops für die Eierablage brauchen und gebe dir viele Tipps und Tricks mit auf den Weg. Zudem werde ich dir auch erklären, ob Triops eigentlich ein Männchen zur Eierproduktion brauchen oder nicht.

Triops Eierablage

Bodengrund

Der mit Abstand wichtigste Aspekt ist der richtige Bodengrund für die Eierablage. Triops sind leidenschaftliche Buddler, lieben es im Sand zu graben und dort nach Nahrung zu suchen. Aber nicht nur die Nahrungssuche erfolgt im Bodengrund. Auch ihre Eier vergraben Triops im Bodengrund. Hierfür graben sie sich mit ihrer Schädelplatte in den Sand und schaufeln mit ihren Blattbeinchen den Sand nach hinten. Dort werden dann die in den Eiersäckchen am 11. Blattbeinpaar eingelagerten Zysten abgelegt. Erkennbar sind sie die Eiersäckchen ihrer urglasförmigen Form und der orangen bis bräunlichen Färbung. Wenn du mehr über die Zysten (Triopseier) lernen möchtest, schaue mal in diesen Beitrag: „Warum können Triopseier so lange Überleben„. Ein perfekter Bodengrund wäre naturweißer Quarzsand mit einer Körnung unter einem Millimeter. Dieser ist sehr fein und eignet sich ideal für die Eierablage. Empfehlenswert sind auch sehr flache Steine, da Triops besonders an Stellen graben, an denen es Versteckmöglichkeiten gibt. Wurzelballen, Dekoration und Aquarienecken gehören zu sehr beliebten Ablageplätzen. Versuche möglichst viele davon zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist darauf zu achten, dass sich deine Triops nicht darunter graben können.
Ich hoffe, du verstehst nun warum Triops für ihre Eierablage unbedingt einen geeigneten Bodengrund benötigen. Wenn du wissen möchtest, welcher Bodengrund am besten für die Triopszucht und auch die Eierablage geeignet ist, solltest du den Beitrag „Der richtige Bodengrund für deine Triopszucht“ lesen.

Futter

Du möchtest möglichst viele Triopseier aus einer Zucht herausholen? Dann gibt es einen ganz entscheidenden Faktor, welchen du auf jeden Fall beachten musst. Ich kann es nur immer wiederholen: der Dreh- und Wendepunkt einer erfolgreichen Triopszucht ist immer die Ernährung. Bei falscher Ernährung leben Triops nicht lange, legen wenig Eier und die Wasserqualität leidet darunter ebenfalls. Bei qualitativer, ausgewogener Ernährung hingegen haben Triops eine lange Lebensdauer von manchmal auch bis zu 3 Monaten und legen in hohem alter täglich bis zu 100 Zysten. Auch bei mir hat es lange Zeit gedauert, bis ich verstand, welchen unglaublichen Nutzen die richtige Ernährung in der Triopszucht hat. Klingt fürs Erste ziemlich plakativ, aber achtet wirklich bei eurer Zucht auf diesen Punkt und ihr werdet bessere Ergebnisse erreichen!
Auch über die Fütterung habe ich bereits einen Beitrag geschrieben, welchen ich dir nicht vorenthalten möchte. Wenn du also mehr über die ausgewogene Fütterung von Triops erfahren möchtest, schaue in den Beitrag „Die richtige Fütterung von Triops“ hinein.
Bei ausgewogener Ernährung und einer stolzen Größe können Triops, wie schon erwähnt, bis zu 100 oder sogar 200 Eier am Tag legen. Aber keine Sorge: diese Mengen sind wirklich schwer erreichbar und auch Artabhängig. Triops longicaudatus legt beispielsweise sehr viele Eier.

Männchen?

Zuletzt möchte ich auf die Frage eingehen ob Triops für die Eierproduktion und auch die Befruchtung eigentlich Männchen benötigen. Die kurze Antwort lautet „Nein, aber…“. Triops longicaudatus oder auch cancriformis benötigen für ihre Eierproduktion und Befruchtung keine Männchen. Ihre Befruchtung erfolgt über die sogenannte Jungfernzeugung. Bei dieser Fortpflanzungsweise werden die Eier durch bestimmte Hormone selbst befruchtet. Aus diesem Grund kommen Männchen bei diesen Arten auch nur sehr selten vor. Jungfernzeugung ist die mit Abstand beste Methode für Triops sich auch in ihrer Fortpflanzung an ihre Lebensweise anzupassen. Ein einziger Triops reich somit schon aus, um in den temporären Gewässern eine neue Population zu sichern. Wenn doch mal ein Männchen schlüpft, erfolgt die Befruchtung ganz normal, indem die Hälfte des Erbgutes vom Männchen und die andere Hälfte vom Weibchen bereitgestellt wird. Das Problem hierbei: In den großen Zuchtfarmen Thailands schlüpfen fast ausschließlich Weibchen und bei Tausenden von Nachzuchten aus diesen Eiern wird das Erbgut anfälliger für Krankheiten, der Kannibalismus wird stärker ausgeprägt und die Lebensdauer sinkt. Aus diesem Grund bin ich ständig auf der Suche nach neuen Stämmen, welches neues Blut und neue Gene in die Zucht mit einbringen und bei denen auch mal ein Männchen schlüpft.

Vielleicht fragst du dich jetzt, warum dann ein „aber..“ notwendig war, wenn doch diese Fortpflanzung ohne Männchen funktioniert. Auch dies möchte ich dir erklären. Nicht alle Triops besitzen die Möglichkeit sich durch Jungfernzeugung fortzupflanzen. Besonders Arten in Gegenden unserer Südhalbkugel pflanzen sich gonochorisch fort. Bei dieser Art der Fortpflanzung wird ein Männchen zur Befruchtung der Eier benötigt. Ein weit verbreitetes Beispiel für diese Art der Fortpflanzung ist Triops granarius.